Stadtposaunenchor Basel
Aktuelles
An dieser Stelle berichten wir über vergangene und geplante Ereignisse.
Genauere Berichte über alle unserer Anlässe erscheinen vierteljährlich in «Mitteilungsblättern», die wir Ihnen auf Wunsch gerne online schicken. Schicken Sie uns eine Email-Nachricht.
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ReRen
Unter
Vögeln
Am Samstag 27. September 2025 ist das Vesperblasen Teil des ReRenaissance-Festivals «ARCADIA» organisiert vom
Basler Forum für frühe Musik.
Ein Gruppe aus etwas 12 Bläserinnen und Bläsern des Stadtposaunenchors spielt zusammen mit zwei Schalmeienspielerinnen der Schola Cantorum Basiliensis Musik aus der späten Renaissance: Lieder und Psalmen, die alle etwas mit Vögeln zu tun haben,
dem lärmenden Hahn mit seinen Hennen, dem süssen Canarivögelein, Schwalben, Eulen, dem Kuckuck, dem Nachtreiher und sogar mit dem (bedauernswerten) Pelikan in der Wüste (!).
Die Musik von Adriano Banchieri (1568-1614), Claude Goudimel (1514-1572), Orlando di Lasso (1584), Johann Hermann Schein
(1586-1630) und Heinrich Schütz (1585-1672) wurde ausgewählt und einstudiert von Phillip Boyle.
Arthur
Eglin
1932- 2025
Fast 40 Jahre lang leitete Arthur Eglin den Stadtposaunenchor Basel. Er war massgeblich beteiligt au der Umwandlung des Stadtposaunenchors von einem herkömmlichen protestantischen Musikverein in das, was er heute ist. Dessen Arbeitsweise, Selbstverständnis und vor allem die Musik hat er geprägt, wie kein Zweiter. Am 2. April 2025 verstarb Arthur Eglin im Alter von 93 Jahren.
Mit einer Gedenkfeier in der Theodorskirche Basel, hat der Stadtposaunenchor und der von ihm gegründete Ökumenische Singkreis am 26. Mai 2025, um
15 Uhr von ihm Abschied genommen und versucht, der grossen Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen – wie wäre es anders denkbar – mit Singen und Blasen.
Ein kurzer Nachruf findet sich hier.
Bild: Arthur Eglin beim unbeschwerten Musizieren, zusammen mit seinem Freund
und musikalischen Weggefährten Hans-Jakob Nidecker, etwa 1965, wahrscheinlich
in der Nähe von St. Moritz
ESC
Vesper-blasen
Vesperblasen am Nachmittag vor dem grossen Finale und ganz im Zeichen des European Song Contest 2025 in Basel – Geht das? Nachdem die Organisatoren signalisiert hatten, dass Beiträge der Kultur- und vor allem Musikschaffenden höchst willkommen seien, setzte unser musikalischer Leiter die Idee um ein Vesperblasen-Programm mit eigens, im Stile des 17. und 18. Jahrhunderts komponierten Sätzen von ehemaligen ESC-Songs zu gestalten. Der Aufwand war gross aber er lohnte sich.
Am 17. Mai 2025 erfreute sich ein erstaunlich zahlreich erschienenes Publikum an «Poupée de cire», «Ne partez pas sans moi» und weiteren Liedern. Natürlich durfte auch Marc Antoine Charpentiers «Te Deum», die Eurovisions-Hymne nicht fehlen, aufwändig arrangiert für Zinken, Posaunen, Trompeten, hohe Clarin-Trompeten und eine Fanfaren-Gruppe mit Naturtrompeten.
Nun singet
und seid
froh
Zwischen Heiligabend und dem Turmbasen zum Jahreswechsel, unseren beiden wichtigsten Anlässen, waren Posaunenbläserinnen und -bläser eingeladen an einem Projekt des Forums für Frühe Musik/ReRenaissance mitzuwirken.
Unter dem Titel «Nun singet und seid froh» fand im Historischen Museum in der Barfüsserkirche ein besonderes Weihnachtskonzert statt. Zusammen mit professionellen Vokalsolist:innen und und Bläser:innen wurden deutsche Weihnachtslieder der Renaissance aufgeführt, vier- bis achtstimmige Sätze von Michael Praetorius (1571-1621), Leonhart Schröter (1532-1600) Bartholomaeus Gesius (1560-1613) und anderen. Das Spezielle an diesem Konzert war nicht nur die wunderbare Musik sondern vor allen die Rolle des Publikums. Dieses war nämlich eingeladen, einzelne Strophen der Lieder mitzusingen. Eine kurze Vorprobe hatte gereicht, dass der
mehrstimmige Gesang zusammen mit den Instrumenten zum unvergleichlichen Erlebnis wurde.
Unsere Instrumente
gehen ins Museum
Nach längerer Planung war es am Sonntag, 17. November 2024 endlich soweit. Eine Trompete, eine Alt-, eine Tenor- und eine Bassposaune der Firma Helmut Finke in Herford (Deutschland) wurden, als Geschenk des Stadtposaunenchors Basel, in die Sammlung des Historischen Museums, genauer des Musikmuseums Basel integriert. In den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hatte sich der Stadtposaunenchor systematisch mit solchen eng mensurierten Instrumenten ausgerüstet.
Sie wurden intensiv und gerne gespielt, bis sie nach und nach von Instrumenten anderer Fabrikate abgelöst wurden.
Vom Georgsturm des Münsters spielte eine Gruppe Psalmsätze in Richtung Leonhardskirchplatz, wo sich Publikum und eine grössere Bläsergruppe versammelt hatten. Nach dem kleinen Platzkonzert ging es im Auditorium des Museums weiter. Kurze Referate wurden gehalten und die vier Instrumente verabschiedeten sich mit Bläserstücken. Zum Schluss erklingen sie, wohl zum letzten Mal, mit dem Choral «Verleih uns Frieden gnädiglich» im Satz des «Wahlbaslers» Samuel Mareschall (1554-1640). Alle waren froh, das Publikum, das Musikmuseum, der Stadtposaunen-chor, der für die nicht mehr gebrauchten Instrumente einen würdigen Platz gefunden hatet, wie auch die vier Bläser:innen, welche nun wieder auf ihren eigenen Instrumenten spielen dürfen.